Die Dinos sind wieder da.

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Text: Jörg Boström und Annette Bültmann
Fotografien: Jörg Boström

 

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Wenn man durch Rippen auf Knochen schaut, im Naturkunde Museum Berlin, ist man in einer anderen Welt… in einer Zeit weit vor der unseren. Es sind die Knochen der Dinosaurier, die uns weit überragen.

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Hoch oben über uns sind Wirbel eines langen Halses zu sehen und ganz oben ein in dem Zusammenhang winzig erscheinender Kopf. Wie kann ein solch riesiges Tier beherrscht und gesteuert werden von solch einem kleinen Kopf mit wenig Gehirn.

Die Kamera bestaunt die urzeitlichen Knochen und kann sie kaum erfassen.

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Auch die kleineren Wesen überragen uns. Sie erinnern an die Drachen der Sage, etwa an den Kampf Siegfrieds mit dem Drachen, den er gewonnen hat. Das hat ihn zum Helden gemacht, den Hagen im Auftrag nur von hinten mit dem Speer morden konnte. Diese Knochen von Tieren lange vor der Menschheit verweisen auf eine Welt, die es ohne Menschen gegeben hat und geben konnte.

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Sie haben wohl auch besser gelebt ohne Menschen, die erst in letzter Zeit auf den Gedanken gekommen sind, einen Tier- und Pflanzenschutz ein zu führen. Mit beschränkter Haftung und Wirkung.

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Die Schaufel, in deren Glasreflex sich technische Augen spiegeln, verweist auf die Grabungen
in eine fast  unerreichbare Vergangenheit.

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Einer der beiden Saurier in der Halle dürfte eine Nachbildung aus derselben Serie sein, wie der hier beschriebene den Londonern bekannte “Dippy” (Diplodocus)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/fans-wehren-sich-gegen-plaene-diplodocus-fossil-zu-entfernen-a-1015814.html

Da ist zu lesen “Anders als bei Saurier-Fossilien sonst üblich, weiß man bei Dippy bis auf Jahr und Monat genau, wie alt er ist: “Geboren” wurde das Skelett 1904 als Gipsabdruck eines 1899 gefundenen Diplodocus-Skeletts, das bis heute im Carnegie Museum of Natural History in Pittsburgh, USA, zu sehen ist. Dieses Original genießt dort eine ähnliche Popularität wie seine Kopie in London” und auch in Berlin ist man immer wieder erfreut, diese Dinos zu sehen. 2007 war der Diplodocus zeitweise im Berliner Hauptbahnhof zu sehen, um unter dem Titel “Die Saurier kommen zurück!” auf die Wiedereröffnung des Sauriersaals hinzuweisen. Sie sind gekommen, um zu bleiben.

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 Der kleinere mit den Stacheln heisst Kentrosaurus, zu finden auf der Berliner Website:

http://www.naturkundemuseum-berlin.de/ausstellungen/saurierwelt/kentrosaurus/?Fsize=0&Lightversion=1%253Ftypo%3D0%3Ftypo%3D1%3Ftypo%3D0%3Ftypo%3D0%3Ftypo%3D1%3Ftypo%3D0

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Nachdem der Diplodocus schonmal gefunden war, haben wir auf der Seite des Naturkundemuseums gesehen, dass der größere mit dem langen Hals ein “Brachiosaurus brancai” ist, und es hört sich so an als wäre es ein Original… also kein Gips… (wobei aber auch die Repliken sehr gut sind, finde ich, um sich solche Tiere vorzustellen…)
http://www.naturkundemuseum-berlin.de/ausstellungen/saurierwelt/

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Außerdem in der Halle zu sehen: Meereslebewesen aus der Kalkstein-Formation des weißen Jura, Ökosystem Lagune. http://www.naturkundemuseum-berlin.de/ausstellungen/saurierwelt/oekosystem-lagune/

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Anlass des Besuchs bei den Dinosauriern war die aktuelle Ausstellung “Tristan – Berlin zeigt Zähne”, in der ein Exemplar der vermutlich damals an der Spitze der Nahrungskette stehenden Art “Tyrannosaurus Rex” zu sehen ist. Tristan Otto, so der Name des berühmten Fossils, wird noch bis 2018 als Leihgabe in Berlin bleiben. Immer noch stehen Besucher Schlange vor dem Eingang des Museums, um ihm und der Urzeit einen Besuch abzustatten.
Er befindet sich allerdings in einem anderen Saal, zumal er nicht zur Zeit des weißen Jura lebte, sondern erheblich später, in der oberen Kreide. Dippy und seine Freunde hatten daher keine T-Rex Attacken zu befürchten.

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