Minden Weinberg

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Fotografien: Jörg Boström
Text: Philipp Hausdörffer

Lange Nacht der Kultur 2015

Kunst trifft Natur.

Die Entstehung des Universums, was immer man auch damit bezeichnen möchte, ist vermutlich eines der größten Kunstwerke, das jemals geschaffen wurde. Doch wer ist/war dieser Künstler?
Da wir nicht wissen, wie das, was wir als Universum bezeichnen, entstanden ist oder vielleicht immer noch am Entstehen ist oder aber, denn auch das könnte „Realität“ sein, im „Vergehen“ ist, wird dieses Individuum für immer unerkannt bleiben.

Kommt also Kunst aus den „schwarzen Löchern“, die ja gar keine Löcher sind, sondern Räume unvorstellbaren Ausmaßes, die so vollgestopft sind mit „Materie“, wie man es sich auf dem Staubkorn Erde nicht vorstellen kann.
Verwirrend und unerschöpflich. Zwei Begriffe, die sicherlich auch von Wissenschaftlern in Bezug auf das Universum benutzt werden.
Manchmal verwirrend aber sicherlich fast unerschöpflich ist auch die Natur, die unseren Planeten zu dem Schönsten machen, den ich persönlich kenne. (Ich kenne ja auch nur den Einen!)
… und wir haben die Chance, diesen oft als „blauen Planeten“ bezeichneten Trabanten, alleine durch unsere Anwesenheit und die damit verbundenen Aktivitäten in einen „grauen Planeten“ zu verwandeln.

EINWAND!

„Pure Provokation – man kann doch etwas, das unseren Planeten zerstört, nicht als eine Chance bezeichnen.“
Mathematiker verstehen unter dem Begriff „Chance“ – „Größer NULL aber kleiner EINS“ auf der Skala der positiven Zahlen. ABER das gleiche gilt auch für negative Zahlen, also „Kleiner NULL aber größer MINUS EINS“

 

Hätte ich am Anfang von einem RISIKO gesprochen, hätte jeder zweite Leser nur mit den Schultern gezuckt!
„Das Leben ist schließlich auch ein Risiko – es endet mit dem Tod“

Was wollte ich eigentlich sagen?
Wir sollten unseren Planeten sorgsam behandeln, pflegen und wenn es geht, verschönern.
Ich glaube, ein historisches Gebäude, monumental errichtet, die direkte Umgebung von liebevollen Menschen behutsam gepflegt, ein kleiner Weinberg, dessen Früchte, wie schon bei den alten Griechen zur natürlichen Herstellung von Wein geerntet werden, ergänzt für eine LANGE Nacht durch die Bilder eines Malers, der sich als Motiv Ausschnitte, bauliche Fragmente aus eben solchen monumentalen Gebäuden ausgesucht hat ..
… belebt von Menschen, die sich an dem Anblick dieser Symbiose erfreuen ..
… belebt von Menschen, die sich bei einem Glas Wein von eben diesem Weinberg, die sich über die Welt aber auch über den einen oder anderen Gott (der ja in dem „monumentalen, historischen“ Gebäude wohnen soll!) unterhalten ..
… belebt von den Klängen der musikalischen Darbietungen der verschiedensten Richtungen, die aus der Marienkirche (das ist das Gebäude) erklingen ..

… Ich wünsche mir, dass das immer wieder so sein kann.

Es war einfach wunderschön!

 

Kunst   ..und andere alte Kulturen
Kunst im Weinberg
Auf dem Marienberg, also dem Hügel, auf dem die St. Marienkirche steht, präsentierten die AG Weinberg Hufschmiede – St. Marien in Zusammenarbeit mit der Jungen Gemeinde, der Grünen Hand und dem Lichtkünstler Oliver Roth ihre Werke, ausgestellt und arrangiert im Atelier der Schöpfung. Zier-Gärten, Weinbau und Illumination („Das dressierte Licht“) wurden geboten.
18.00 – 24.00 Uhr
Minden, Lange Nacht der Kultur, Samstag, 12. September 2015
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