Fahrten mit den Meteoren

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Du warst ja mal bei den Pfadfindern, und hast da auch teilweise als Gruppenleiter Fahrten organisiert, oder ähnliches? Oder auch sogar Zeltlager?

Ja, das war wohl so. Ich wurde ja von den Pfadfindern eingeladen, mit der Bitte, Stammführer zu werden, und da habe ich mich gerne angeschlossen, und war ich bei den Pfadfindern, Meteore hießen wir damals, war ich auch Stammführer. Und da haben wir auch Zelttouren gemacht. 

Das war ja sicher relativ abenteuerlich, manchmal?

Ja, das war es, also habe ich auch immer als sehr spannend empfunden. Ich war immer  für solche Reisen, die abenteuerlichen Charakter hatten, zu haben. Normale, bürgerliche Reisen hatten wir ja garnicht, wir haben das immer selbst organisiert, eben als Zelttouren, ne. Und mit dem Fahrrad waren wir auch viel unterwegs.

Euer Stamm hieß Meteore, aber es gibt da keinen Zusammenhang zwischen den Meteoren und der Schülerzeitschrift „Der Komet“, wahrscheinlich?

Nee, der Komet war eine spätere Sache, die Zeitung. Meteore war der Name der Pfadfindergruppe. „Wir sind die Meteoren, im Sternenreich geboren, die Ruhelosen stets genannt. Denn gleich den Leoniden, die durch die Lüfte ziehen, durchquerten wir manch fremdes Land. Und immer erklang ein fröhliches Lied, wenn unser Stamm das Land durchzieht. Ein jeder Tag lädt uns zu Fahrten ein, die lustigen Pfadfinder vom Rhein. Haha.“ Das ist jetzt gerade mir eingefallen.

Haha, nicht schlecht!

Die lustigen Pfadfinder vom Rhein…

 

Das Lied könnte etwas mit dem Zeitgeist zu tun haben, auch.

Ja, doch doch. das gibt es heute nicht mehr, glaube ich nicht.

Wahrscheinlich nicht, wahrscheinlich haben die heute andere Lieder, würde ich mal vermuten. Schon zu meiner Zeit wurden bei den Pfadfindern nicht mehr die typischen Fahrtenlieder gesungen, sondern eher sowas wie „Scheiße in der Lampenschale“, muss ich ja zugeben. Also d.h. es war schon bei uns auch so mit der Klampfe m Lagerfeuer, aber das Liedgut war irgendwie anders, man machte sich da wohl auch ein bisschen über die Wanderlieder lustig, teilweise. 

Ihr wart zu der Zeit sicher viel in der Natur unterwegs?

Ja, wir haben auch Zelttouren gemacht, wir hatten dann immer ein Zelt dabei.

Und Ihr habt dann Euer eigenes Essen gekocht?

Ja, sicher.

D.h. Ihr habt dann Feuer gemacht, oder hattet Kocher dabei, und habt dann Vorräte mitgenommen?

Ja, wie die Soldaten hatten wir die Suppenkocher.

Ich kann mich noch an Esbit-Kocher erinnern, da wurde Esbit reingelegt das war so ein kleines rechteckiges Teil, das brannte. ich weiß nicht, was Ihr für Kocher hattet?

Nee, wir haben das Feuer dann gemacht, wir hatten solche Töpfe womit wir Suppe transportieren konnten und womit wir auch kochen konnten, die haben wir dann über das Feuer gehängt.

Also größere Suppentöpfe die dafür gedacht waren über das Feuer gehängt wurden.

Genau, und die auch dafür gedacht waren dass man Suppe transportiert.

Hmhm. Das klingt ja schon nach ganz guter Ausrüstung.

Doch doch, die hatten wir, die war ja noch vom Militär:

Ihr habt vom Militär ausrangierte Ausrüstung gekriegt?

Ja, genau.

Das hatten wir sogar auch mal, wir hatten mal alte Küchenzelte vom Militär zur Verfügung gestellt gekriegt, in Hamm, bei den Pfadfindern.

Jaha.

Du hast ja in Deiner Schülerzeit in der Waldsiedlung in Leverkusen gewohnt, und das Wort Waldsiedlung klingt schon nach Natur, also auch in der Umgebung konnte man wahrscheinlich als Pfadfinder schon einiges machen?

Ja, das war so. Das war  eine Siedlung, die war wirklich ((nah an der Natur??)), der Wald war ganz nah, und wir konnten im Wald Feuer machen, und kochen. Und Feuer machen auch für unsere Lieder, und für unsere Treffen.

 

 

Also ihr konntet auch kurze Touren machen in der nahen Umgebung?

Ja, natürlich. Und vor allem konnte wir uns auch treffen, das waren ja Plätze, wo wir uns treffen konnten. Wir kamen ja alle aus verschiedenen Wohnungen, und Häusern.

Und Ihr hattet damals keine Pfadfinder-Vereinsheime, oder ähnliches?

Nein, nein nein, das gab es damals garnicht. 

Ah ja. Das war nämlich bei uns so, dass wir ein Vereinsheim neben der Kirche nutzen konnten. 

Ah so. Nee das hatten wir nicht, aber wir haben so Orte festgelegt, an denen wir uns treffen konnten.

D.h. Ihr habt Euch immer in der freien Natur getroffen? 

Ja.

Aha. Das ist natürlich echter Pfadfindergeist, könnte man sagen.

Haha.

Leverkusen liegt ja im Bergischen Land, und über diese Landschaft weiß ich nicht allzuviel, aber einer Deiner früheren Klassenkameraden hat es erwähnt, und es klang so, als könnte das auch ein gutes Gebiet für Pfadfinder gewesen sein?

Ja. Die Waldsiedlung war ja dicht am Wald. Leverkusen Waldsiedlung , da haben wir ja gewohnt.

Und das Bergische Land erstreckt sch von da aus quasi?

Von da aus konnten wir auch gut ins Bergische Land, mit dem Fahrrad.

Und das Bergische Land ist zwar bergisch, aber die Berge sind nicht sehr hoch.

Sind nicht sehr hoch, nee, das ist mehr so eine Art Hügellandschaft.

D.h. man kann da teilweise auch bergauf, bergab Fahrrad fahren.

Jaa. 

Hmhm. Habt Ihr da den 519 Meter hohen höchsten Berg bestiegen, die Homert?

Da kann ich mich nicht mehr dran erinnern, aber wahrscheinlich. Da sind wir sicherlich raufgeklettert.

Das hätte ich auch gemacht, denn da hatte man ja sicher von oben die beste Aussicht.

Habt Ihr als Pfadfinder damals mal Höhlen besichtigt, z.B. die Aggertalhöhle?

Ja, ist mir jetzt nicht geläufig, aber natürlich haben wir Höhlen besichtigt, wenn wir konnten. 

Hmhm. Aber Du kannst Dich nicht mehr erinnern, welche?

Nein, da kann ich mich nicht mehr dran erinnern. Ich kann mich wohl erinnern insofern erinnern als ich Bilder habe, wie wir durch die Höhlen gekrochen sind. Da findest Du Fotos von uns.

Oh, das wäre aber auch interessant. Ich weiss nicht, ob die auch in dem Buch sind.

Bestimmt.

Bestimmt? Also wenn Du welche siehst auf dem Rechner, schick mir die unbedingt. 

Ja.

Es muss im Bergischen Land sogar eine Tropfsteinhöhle geben, die Wiehler Tropfsteinhöhle.

Ich glaube da waren wir drin, ich kann mich aber so genau nicht erinnern. Ich habe aber Fotos, obwohl ich auch nicht weiß ob ich die so schnell finde.

Die sollte man auf jeden Fall versuchen, zu finden. So eine Tropfsteinhöhle ist doch immer wieder beeindruckend.

Zum Bergischen Land gehören mehrere Städte, unter anderem Wuppertal. Seid Ihr da auch mal mit der berühmten Schwebebahn gefahren?

Mit der Schwebebahn sind wir auch gefahren, natürlich.

 

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