Kunstausstellung im LebenshilfeCenter

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Text: Philipp Hausdörffer
Fotografien: Jörg Boström, Annette Bültmann

 

Kunstausstellung im LebenshilfeCenter
Eröffnung: Montag 11. April um 17:30 Uhr
LebenshilfeCenter Minden, Alte Sandtrift 4, 32425 Minden

Gudrun Wentz, Skulpturen
Günter Frecksmeier, Malerei
Gerd Müller, Plastiken

 

Die Kunstausstellung im LebenshilfeCenter Minden, die am 11.April 2016 eröffnet wurde, zeigt Werke von drei zeitgenössischen Künstlern, wobei Günter Frecksmeier den Hauptteil der Ausstellung bestreitet.

Der Maler und Grafiker Günter Frecksmeier (*1937 in Bielefeld) lebt und
arbeitet in Herford und war Mitglied des Bundes Bildender Künstler, BBK. In
den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts studierte er an der Kunsthochschule in
Düsseldorf bei einem der Hauptvertreter des Informel, Karl Otto Götz.
Bereits damals begann er mit der künstlerischen Darstellung biblischer
Motive. Sakrale Motive und Reisen in mythische Welten dominieren sein
Lebenswerk. Die Stimmung in seinen Bildern ist befremdlich und durchaus
nicht alltäglich. Dabei konfrontiert Frecksmeier den Bildbetrachter direkt
und frontal, in aller Ehrlichkeit, und spielt nicht herum.
Seine Bilder sind nicht glatt, geleckt und gefällig; sie sind sperrig,
unbequem und eigenwillig.
1983 zeigte Frecksmeier seine erste wichtige Ausstellung in der Kunsthalle
Bielefeld. Jedoch fand er schon 1962 Aufnahme in den BBK. Ausstellungen in
Bielefeld in der Brücke am Alten Markt, in den Bielefelder Galerien Jesse,
Kunstverein, Samuelis Baumgarte und im Haus der Kirche in Bielefeld ergänzen
sich mit Ausstellungen bei der Galerie Gabeler in Hamburg und im
Pöppelmannhaus in Herford und der Galerie Roswitha Tittel in Köln und in
Allermaborg/Ezinge in den Niederlanden und machten ihn überregional bekannt.

 

Aus der Ansprache von Jörg Boström Zur Ausstellung “Brettspieler” mit Werken von Günter Frecksmeier in der Ausgabe 70 des vm2000.net:

Zwischen Selbsterfahrung, Bildentwicklung, Zugriff auf die Innenseiten, an die sich auflösende Grenze zwischen Innen und Außen, zwischen sich selbst bestimmendem Material und Kunst bewegt sich auch die verschlungene Bilderwelt von Günter Frecksmeier. Nicht nur die Willkür der Hand hat das Sagen sondern es sind auch die Bewegungen der Substanzen selbst, welche dem Bild Prozess über die psychische und formale Lenkung hinaus die Objektivität von Naturprozessen gibt. Angeregt ist diese Bilderwelt auch von Reisen nach Israel zu historischen Stätten, nach Spanien und Portugal, nach Leningrad und Nowgorod, nach England mit den mythischen Plätzen Stonehenge und Glastonbury und zu den Stätten der Kornkreise, nach Griechenland zu Stätten des Altertums wie Mykene und Delphi und in die Türkei nach Ephesos und Troja erweiterten den Horizont seines Wissens und seiner Wahrnehmung, was sich direkt und unmittelbar in seinem Werk wiederfinden lässt. Zwei zentrale Motive, die immer wieder auftauchen sind Don Quijote und Franz von Assisi. Es weht auch ein Hauch des Mystischen durch diese Formenwelten.Günter Frecksmeier sagt dazu: „Sakrale Themen interessieren mich, ich bin immer gläubig gewesen. Archäologie finde ich spannend, Ausgrabungen …, … würde gerne mal dahin fahren, wo der Turm zu Babel stand …, … geht ja im Moment leider nicht. Nach Südamerika würde ich gerne mal fahren, nach Mexiko, wo die Pyramiden auf  der Halbinsel Yucatán in Chichen Itza, Palenque und Uxmal stehen. Und die berühmte Madonna in der Kathedrale in Mexiko City würde ich gerne sehen …, … und zu den alten, glatt ineinandergefügten Mauern in Machu Picchu in Peru würde ich gerne fahren. Ich war schon mehrmals in Lourdes, das war sehr interessant, das sind eben so Sachen, die nicht irdisch sind …“

 

 

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