Anmerkung Ausgabe 82

Die Ivenacker Eichen, fotografiert von Markus Redert, versetzen uns in eine Zeit, in der Eichenwälder die hiesige Landschaft prägten, kein Urwald sondern eine Kulturlandschaft des Hudewaldes, Hütewald, in diesem waren große Eichen gefragt, die den dort weidenden Tieren Eicheln als Nahrung spendeten. Eine andere Art von Spende hielt die Hammer … Weiterlesen…

Wässerchen gefällig?

  Text: Annette Bültmann Des einen Freud, des anderen Leid – die Solequelle “Hammer Brunnen” Die Stadt Hamm in Westfalen, am Rande des Ruhrgebiets gelegen, war nicht nur eine Zechenstadt, sondern auch früher mal ein Badeort, sie führte die Bezeichnung “Bad Hamm” von 1882 bis 1955. Heute ist noch ein … Weiterlesen…

SENSATION: NEUENTDECKUNGEN in der „VILLA CAVALLINO BIANCO“

VILLA CAVALLINO BIANCO“ 8 MOSAIKE, 1 CAMERA OBSCURA und ZWEI VERSCHWUNDENE WISSENSCHAFTLER! Bericht: „Gazetta archeologia della campo sera“ 07.01.2018 Ein weiterer Sensationsfund in der im Herbst 2016 in der Gartenanlage der Villa Farnesina am Tiber-Ufer neu entdeckten „Villa Cavallino Bianco“: Gleich mehrere ungewöhnlich gut erhaltene Wand- und Fußbodenmosaike, die einmal … Weiterlesen…

Mouches volantes im antiken Griechenland

Vom Mysterien-Licht zum Fliegensehen?
Nach dem heutigen Wissensstand war die Leuchtstruktur den alten Griechen durchaus bekannt – allerdings nicht als mystische oder religiöse Erscheinung, sondern als Augenstörung. Medizingeschichtlich liegen die Anfänge für unser heutiges, physiologisches Verständnis der Mouches volantes in den Beschreibungen und Theorien griechischer Ärzte wie Hippokrates (5./4. Jh. v.), Galen (2. Jh. n.) und deren Schüler (Plange 1990). Heutige Augenärzte unterscheiden jedoch kaum zwischen der Leuchtstruktur und tatsächlichen … Weiterlesen…

Die Anfänge der Kunst

Text: Annette Bültmann Tiermenschen gehören zu den ältesten Kunstwerken der Welt, so der über 30.000 Jahre alte Löwenmensch aus Mammutelfenbein, gefunden im Hohlenstein-Stadel im Lonetal oder der Hirschmensch aus der Höhle Trois Frères, entstanden in der Epoche des Magdalenien vor 14.000 Jahren. Ob sie Schamanen oder Tiergottheiten darstellen, ist ungewiss, … Weiterlesen…

Reisen, virtuell und interstellar

Reisen und Bilder sind in der realen Welt naheliegenderweise miteinander verbunden, zum einen entstehen auf Reisen meist Bilder, zum anderen können Bilder auf Reisen geschickt werden. Nicht erst seit der Entstehung der Fotografie, sondern auch vorher entstanden bereits Reisebilder, meist Zeichnungen, aber auch Malerei. Auch in der virtuellen Welt gibt … Weiterlesen…

Die Korrespondenz von Linie und Fläche hergeleitet durch die Beobachtung der Natur

von Andreas Jackstien   Getrieben werde ich durch einen inneren Zwang, welcher der geweckten Lust des Malers entstammt, der seine Augen erquickend querbeet durch die Kunstgeschichte streifen lässt. Alltägliches, Dinge, die mich umgeben, interessieren mich nicht nur, weil ich damit Geschichten erzählen will, auch weil ich mich mit Hilfe tradierter … Weiterlesen…

Minatio Plasticum

von Nadja Kuschel // September 2017   Plastik begleitet uns in allen Lebenslagen unseres Alltages. Es sind Alltagsgegenstände wie Verpackungen die zum größten Teil aus Plastik hergestellt werden, aber auch in der Fischerei und beim Bau von Transportmitteln wie Flugzeugen und Autos wird es als günstiger, leichter und sehr langlebiger … Weiterlesen…

Wo liegt der Mittelpunkt der Welt?

Text: Annette Bültmann   Wo befindet sich der Mittelpunkt der Welt, ist dieser ein messbarer Ort auf der Oberfläche des Planeten, oder ist er eine individuelle Erscheinung, das Zentrum eines persönlichen Kosmos? Den geologischen Erdmittelpunkt im metallischen Erdkern hat kein Mensch je gesehen, und ihn wird auch vorläufig keine Sonde … Weiterlesen…

Seestücke – Sehstücke – Nahsicht – Fernsicht

Text: Annette Bültmann   Im 17. Jahrhundert etablierte sich in den Niederlanden die Marinemalerei, die Darstellung des Meeres mit Wasserfahrzeugen, nachdem bereits im 16. Jahrhundert Schiffe aufgetaucht waren in Darstellungen von Hafenstädten, oder auf Gemälden mit religiösen oder mythologischen Themen. Solche Darstellungen des Meeres mit Schiffen, manchmal auch mit Küstenstreifen, … Weiterlesen…

Mouches volantes im antiken Griechenland

Punkte, konzentrische oder gepunktete Kreise, Wellen, Zickzacklinien, Gittermuster und Spiralen gehören neben naturalistischen Darstellungen zum Repertoire der frühen Kunst in ganz Europa, von der Altsteinzeit bis in die Bronzezeit (Tausin 2017b, 2006a). Dies gilt auch für die im 3. und 2. Jahrtausend v. Chr. blühenden bronzezeitlichen Hoch- und Schriftkulturen Griechenlands, die minoische Kultur auf Kreta und die mykenische Kultur auf dem griechischen Festland (Tausin 2017a; Wardle 1994; Sherratt 1994). Nachdem diese Kulturen ab 1400 v. in ungeklärten Wirren verschwunden waren und… Weiterlesen…

Reisen und Fotografieren damals und heute

Text: Annette Bültmann Fotografien Teil 1: Archivbilder Teil 2: Bültmann Teil 3: Beining/Kassling   In der Frühzeit der Reisefotografie, im 19. Jahrhundert, waren beliebte Motive zunächst Stadtansichten, Kirchen und Burgen, historische Stätten und Denkmäler, Städte des Mittelmeerraums, Pyramiden in der Wüste, antike Tempel, Häfen und Landschaften. Menschen mussten in der … Weiterlesen…

Villa Cavallino Bianco

Eine neu entdeckte Villa am Tiber-Ufer mit sensationellen Malereien des bislang unbekannten antiken Künstlers Virpacis Celer Pictor von Hilarius Irving Ein Sensationsfund in der Garten-Anlage der Villa Farnesina im römischen Stadtteil Trastevere begeistert derzeit die wissenschaftliche Welt. Nachdem schon 1880 unter dem Garten der Villa Farnesina eine antike Villa aus … Weiterlesen…

Zeitreisen in Münster, auch während der Skulpturprojekte

Kunst kommuniziert mit der Geschichte der Stadt, die auch immer wieder Zerstörungen erlebte – Kunstwerk während der Skulpturprojekte von Vandalen enthauptet – Geisterradiosender taucht aus der jüngeren Vergangenheit auf   Fotografien: Katharina Beining, Annette Bültmann Text: Annette Bültmann Historische und aktuelle Ansichten treffen in Städten auf unterschiedliche Weisen immer wieder … Weiterlesen…

Eine Mondfinsternis im Jahre 1675

n diesem historischen Dokument über die Mondfinsternis am 11. Januar 1675 wird genau beschrieben über welche Bereiche des Mondes der Schatten zieht, also anfangend bei dem Krater Hevelius und dann ca 12 Minuten später bei Aristarchus, einem besonders hellen Mondkrater vorbeiziehend, bis die Auflistung endet bei der Nähe des Kraters Langrenus. Vermutlich geschah die Beobachtung wohl mit Hilfe eines nicht allzu schlechtes Fernrohrs, das Galilei-Fernrohr und das Kepler-Fernrohr waren einige Jahrzehnte vorher entwickelt worden.
Bei den im Royal Observatory zusammengekommenen Beobachtern, im Text als the Parisian Astronomers oder the Observers bezeichnet, handelte es sich um die bekannten Astronomen Giovanni Domenico Cassini (nach diesem, dem Entdecker mehrerer Saturnmonde, wurde der Orbiter der Cassini Huygens Saturnsondenmission benannt), Jean-Felix Picard und Ole Christensen Rømer. Weiterlesen…

Seit 882 Tagen im Dienst der Kunst – die GOA Minden wird nach Umzug zum 1/4 Büro

Das „¼ Büro“ wird neben den Aufgaben der bisherigen GOA weitere Aufgaben übernehmen.
Neben der Betreuung von Künstlern, Organisation und Durchführung von Einzelausstellungen, jetzt wieder in Form von „Kunstmeilen“, kommen weitere Aufgaben hinzu.
Das ¼ Büro ist eine Anlaufstelle für alle Belange des Viertels und der Menschen die hier leben, arbeiten, Geschäfte betreiben, Geschäfte besuchen … Weiterlesen…

IL TESORO SMARRITO

Fotografien: Harald Neumann Text: OverLAPS   In 1100 Metern Höhe auf dem Monte Bregagno in Italien, oberhalb des Comer Sees realisierte Ralf Witthaus mit seinem Team ein temporäres Kunstprojekt: IL TESORO SMARRITO – eine 650 Meter lange Halskette, die sich als Zeichnung im Gras am Grat des Berges emporschmiegt.   … Weiterlesen…

Mouches volantes im alten Europa, Teil 3

Die Kultur der Kelten
Nachdem um 1200 v. Chr. die spätbronzezeitlichen Zivilisationen in Griechenland, Anatolien, Zypern, Syrien, Mesopotamien und Ägypten durch ungeklärte Ereignisse kollabiert oder erheblich geschwächt wurden (Martin 2000; Popham 1994), begann im 1. Jahrtausend v. Chr. eine neue Ära. Als die Europäer begannen, Eisen in grossen Mengen zu verarbeiten, als die Texte von Homer und Herodot die Zeit der Geschichtsschreibung und der Schriftlichkeit einläuteten, als sich Griechen und Phönizier, später Römer und Karthager um die Vorherrschaft im Mittelmeer stritten (Cunliffe 1994; Harding 1994), da blühte in Mitteleuropa die Kultur und Kunst der Kelten. Weiterlesen…