Ohren

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Das Ohr der Säugetiere besteht aus dem Außenohr, Mittelohr und Innenohr.

Das Außenohr bildet einen schallauffangenden Trichter, der je nach Art unterschiedlich geformt ist. Es besteht aus dem äußeren Gehörgang, der Ohrmuschel und ihrem Bewegungsapparat. Die Ohrmuschel besteht aus einer mit Haut überzogenen Knorpelplatte, die außen eher flach ist und sich zum Kopf hin röhrenartig formt. Durch Muskeln kann das Ohr bei manchen Tierarten um bis zu 180 Grad gedreht werden, und ist sehr beweglich, bei anderen Tierarten sind die äußeren Ohren kleiner und weniger beweglich. Vermutlich fängt das Außenohr den Schall nicht nur auf, sondern hilft auch bei der Lokalisierung von Klängen, also beim Richtungs-Hören, oder Heraushören einzelnen Töne vor Hintergrundgeräuschen.

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Darstellung eines menschlichen Außenohrs als Votivgabe für Asklepios
Diese Datei ist lizenziert unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported. Der Urheber des Bildes ist Klaus-Peter Simon. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported license. The author of the image is Klaus-Peter Simon. Quelle: Wikipedia

Das Mittelohr besteht aus einer mit Luft gefüllten und mit Schleimhaut ausgekleideten Höhle, nach außen abgeschlossen durch das Trommelfell. In dieser befinden sich die Gehörknöchelchen, ihrer Form nach bezeichnet als Hammer, Amboss und Steigbügel, und dazugehörige Muskeln.

Die drei kleinen Gehörknochen, die sich im Verlauf der Entstehung des Säugetier-Gehörs vom Unterkiefer getrennt haben, stabilisierten ursprünglich das Kiefergelenk, trennten sich dann aber vom Kiefer und leiten nun den Schall vom Trommelfell zum ovalen Fenster des Innenohrs. Im Innenohr setzt sich der Schall in lymphartiger Flüssigkeit fort, mit der es gefüllt ist. Es besteht aus den drei Bogengängen des Gleichgewichtsorgans und der Hörschnecke oder Cochlea, in der sich mehrere Reihen feiner Haarzellen befinden, die den Schall in Nervenimpulse umwandeln.

 

Das Innenohr der Wirbeltiere mit der Hörschnecke und dem Gleichgewichtsorgan entwickelte sich vermutlich aus dem Seitenlinienorgan, das an den Köperseiten der Fische verläuft. Es hat bereits denen im Innenohr ähnliche Nervenzellen mit Haarfortsätzen und kann damit Wasserbewegungen und Druckunterschiede wahrnehmen.

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