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Lothar Wolleh - Künstlerportraits in der Galerie f5;6 München 26. September - 5. November 2008 |
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Die Galerie f5,6 für Fotografie in München zeigt als erste europäische Galerie Arbeiten einer der genialsten und ungewöhnlichsten deutschen Portraitfotografen der 60iger und 70iger Jahre - Lothar Wolleh (geboren 1930, gestorben 1979). |
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Lothar Wolleh courtesy Galerie f 5;6 |
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Lothar Wolleh studierte ab 1946 Kunst an der nach dem Vorbild des Bauhauses gegründeten Hochschule für Angewandte Kunst in Berlin Weißensee. Eine Verhaftung durch die sowjetische Besatzungsmacht wegen angeblicher Spionage beendete vorerst früh seine Karriere. Fast sechs Jahre musste er unter erbarmungslosen Bedingungen in einem sowjetischen GULAG ausharren, bevor er 1956 nach Berlin West zurückkehren durfte. Ab 1959 studierte Wolleh an der Folkwang Schule in Essen unter Otto Steinert und zog 1962 nach Düsseldorf, dem damaligen Zentrum für Kunst in Deutschland. Schnell machte sich Lothar Wolleh neben Charles Wilp, Helmut Newton und FC Gundlach einen Namen in der Werbefotografie und avancierte zu einem der bestbezahltesten Fotografen der Bundesrepublik. Parallel konzentrierte er sich zunehmend auf seine autonomen, künstlerischen Projekte und beendete seine Karriere als kommerzieller Fotograf schließlich ganz. Neben den Künstlerportraits fotografierte Wolleh, ebenso ohne Auftrag, die Männer der Wirtschaft. Aufnahmen von Josef Neckermann, Peter von Siemens, oder Rudolf Leiding, der Vater des Golf, oder Mathias Seefelder (BASF), sind das Ergebnis. Andere Projekte in dieser Art sind die erstaunlichen Farbaufnahmen aus dem Vatikan in den frühen 60iger Jahren, oder die Serie des arbeitenden Menschen, angelehnt an August Sanders Werk. |
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Lothar Wolleh courtesy Galerie f 5;6 |
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Die in diesen Jahren entwickelten tiefen Freundschaften zu Künstlern, vor allem zu Günther Uecker und Joseph Beuys, führten auch zu gemeinsamen Buchprojekten wie dem Unterwasserbuch (1971) mit Beuys oder dem Nagelbuch von 1970 mit Uecker. Andere Kollaborationen finden sich auch in dem für diese Zeit vielleicht erstaunlichsten Werkkomplex wieder: die von den Künstlern selbst überarbeiteten Portraits, die Wolleh zu diesem Zwecke auf Leinwand übertragen hatte. Lucio Fontana zerschlitzte die Leinwand seines eigenen Abbildes, Günther Uecker arbeitete eine Schicht Sand in sein Portrait am Meer, Man Ray applizierte eine Reihe gelber Filmrollen auf sein Portrait in seinem Studio. So entstand eine einzigartige Symbiose zwischen Fotograf und Künstler die in der Kunstgeschichte ihresgleichen sucht. Erst jetzt nach fast 30 Jahren erkennt die Kunstwelt Lothar Wollehs wichtige und vor allem visionäre Arbeit, die die Galerie f5;6 in Zusammenarbeit mit dem Estate Lothar Wolleh nun mit einem Schwerpunkt auf den Künstlerportraits einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren wird. Teile von Lothar Wollehs Werk wurden bis jetzt hauptsächlich in Deutschen Institutionen ausgestellt: zb. Kunsthalle Bremen, Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Kunstmuseum Ahlen, Ludwig Museum, Koblenz. |
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Lothar Wolleh courtesy Galerie f 5;6 |
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www.f56.net |
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Lothar Wolleh courtesy Galerie f 5;6 |
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