| - Mit Freude erlebe ich wie sich die Stadt verändert hat und ahne, dass sie seit meinem ersten Besuch einen prägenden Einfluss auf mich hat. Oder wünsche ich mir das nur, weil ich dabei sein will bei so viel Dynamik, Potential und Bewegung?
- 2007 fällt mir sofort auf, dass meine Freundin Leyla nicht mehr raucht, Fahrrad fahren gelernt hat und ins Fitnessstudio geht. Fit for Istanbul scheint jetzt die Devise zu sein, dabei haben vor 6 Jahren alle noch wie Schlote geraucht.
- 2001 waren wir an der Yildiz Universitesi mit türkischen Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen zusammengekommen um über Istanbul als Kunstort in Genderperspektive zu forschen.
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- Damals gab es bereits Künstlerinnen wie beispielsweise Hale Tenger oder Gülsün Karamustafa, die im westlichen Kunstbetrieb Fuß gefasst hatten, aber in Istanbul vielen unbekannt blieben, weil es keine Ausstellungsmöglichkeiten gab. Zu dieser Zeit war noch die Biennale einziger Ort dieser Megacity, an dem internationale zeitgenössische Kunst temporär gezeigt wurde.
- Inzwischen hat sich das geändert, mit Istanbul Modern gibt es endlich ein Museum für Moderne und zeitgenössische Kunst. Die BesucherInnen erhalten mit der Sammlung einen Überblick über die Entwicklung der Moderne in der Türkei und haben im unteren Stockwerk Gelegenheit temporär zeitgenössische künstlerische Positionen kennen zulernen. In den zahlreichen Galerien der Stadt sind inzwischen großzügige Installationen türkischer Künstlerinnen zu sehen.
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- Die Künstler und Künstlerinnen sind mit dem globalisierten Kunstbetrieb vertraut und bestens informiert. Ferhat, Dozent für Bildhauerei an der Marmara Universitesi, geht auch der Frage nach wie man heute noch mit Stein arbeiten kann und unser Gespräch führt uns zu streetart, comic und manga.
- An den Universitäten laufen großzügig gesponserte Austauschprogramme, Projekte und workshops. 12 jährige Schülerinnen übersetzen in fließendem Englisch für ihre 35 jährigen Lehrerinnen, die es noch nicht in der Schule gelernt haben.
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