- Das Thema beschäftigt ihn schon länger, auch in seiner Diplomarbeit, für die er verlassene, von der Natur zurückeroberte Goldgräbercamps im australischen Outback fotografierte. Die Spuren, die er selbst in der Natur hinterlässt, sind nicht nur an sich schon vergänglich, sondern erheblich subtiler. Es sind Spuren aus überlegt eingesetztem Licht, das Dunkelheit nicht völlig aufhebt und doch Vorhandenes eigentümlich irritierend leuchten lässt - erst recht dann, wenn die Fotos, wie es Markus Redert gerne tut, als Leuchtkästen montiert und sie so in Wandobjekte verwandelt werden. Da wird Fotografie gleich in mehrfacher Hinsicht zur wirklichen Lichtbildnerei.
- Dass Redert diesen leicht in die Nähe zum Dekorativen tendierenden Effekt gar nicht braucht, demonstriert er unter anderem mit einer Reihe von Aufnahmen nächtlicher neuseeländischer Küstenlandschaften. Landschaften, an denen sich auch ein Caspar David Friedrich delektiert hätte, Bilder, in denen die Kamera rauschende Brandung gefrieren, das Licht Felskuppen doppelt schroff ins Irdisches und Himmlisches verbindende Türkis stechen lässt, Landschaftsfotografie, die alles Zeug zur theatralisch wirksamen Landschaftsinszenierung hat.
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- Die Ausstellung in der Kunsthalle Koblenz, Gymnasialstraße 9, ist bis zum 20. Januar zu sehen: dienstags bis freitags, 14 bis 19; samstags, 14 bis 16 Uhr.
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- Rheinzeitung, 05.01.07
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