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Trügerische Idylle: Ein Sonnenuntergang in den Nuba-Bergen im Südsudan. Was wie eine Szene aus dem Paradies anmutet ist eigentlich eine Momentaufnahme des Krieges, der rings um die Dorfbewohner tobte. | ||
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Rettung von Flüchtlingen im südchinesischen Meer: Die dramatische Lage, in der dieses Foto enstanden ist, schildert Escher in seinem Buch. | ||
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aus: Herforder Kreisblatt, Lokales Herford, 1./2. November 2005 | ||
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In Angola treiben Kinder ihr Vieh vorbei an Militärschrott, den 30 Jahre Bürgerkrieg hinterlassen haben. Cap Anamur half danach bei der Minenräumung und ist seit 2003 auch medizinisch in dem Land aktiv. | ||
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Der Mutmacher Jürgen Eschers Fotografien über Komitee Cap Anamur als Buch VON THOMAS HAGEN Herford."Ich bin jemand, der sich gern einmischt undverändern möchte", sagt der 52-jährige Fotograf Jürgen Escher, und fügt hinzu:"Ich mache diese Arbeit, weil ich sie einfach tun muss!" Was Escher meint, wird deutlich, wenn man die 200 Seiten starke FotoDokumentation "Leben Helfen" über die humanitäre Arbeit des Komitees Cap Anamur in Händen hält. Gebannt hangelt man sich Seite für Seite mit den Augen durch die Fotostrecken, liest die Aufzeichnungen von Ärzten, Krankenschwestern, Technikern und Organisatoren. Sie alle sind Missionare der Menschlichkeit im Dienste der bewusst klein gehaltenen Organisation, die von Rupert Neudeck gegründet wurde. Zum ersten Mal fotografierte der Herforder Jürgen Escher im Winter des Jahres 1985 in Äthiopien für die Hilfsorganisation, als er Karl-Heinz Böhm zu dessen Projekt nach Afrika begleitete und Neudeck dort traf. Das war der Beginn einer zwanzigjährigen Zusammenarbeit, in deren Verlauf Escher das fotografische Gedächtnis des Komitees wurde. | |||||||||||||||||||
Das Ergebnis der letzten zwölf Reisen liegt nun in Buchform vor. Konsequent analog schwarzweiß fotografiert und im Duplexdruck auf hochwertiges Papier gebracht. | ||
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Ihn selbst haben die Erfahrungen auf seinen Reisen rund um den Erdball verändert. "Diese Eindrücke haben mich bescheiden und demütig gemacht." Escher will mit den Fotos kein Mitleid wecken, sondern ein geschärftes Bewusstsein schaffen -"dafür, dass wir hier so viel viel mehr haben als fast überall sonst auf der Welt ". An vielen Orten in vielen Ländern dieser Welt ist das Ärztekomitee immer noch präsent, ansonsten gilt die Devise:"Sich so schnell wie möglich entbehrlich machen, nur die Basis für Selbsthilfe schaffen - wenn nötig über Jahre ". Noch eines zeichnet das Komitee aus: Beharrlichkeit. Die beweist auch Escher. Die nächste Reise wird ihn nach Mexico führen. Das Buch "Leben Helfen" finanziert sich durch den Verkauf. Wer es kauft, unterstützt auch die laufenden Projekte. LebenHelfen, 200 Seiten, 29,90 Euro, Lindemann, Stuttgart, ISBN-3-89506-249-9. Spendenkonto: Stadtsparkasse Köln, 2 222 222, BLZ370 501 98. | |||||||||||||||||||||||||||||
aus: Neue Westfälische, Herforder Lokalteil, 1./2. November 2005 | |||||||||||||||||||||||||||||