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Jörg Boström MARTa, angedockt Im Hafen der alten Hansestadt Herford. Wie ein Dampfer die Form des Museums MARTa, entwickelt aus den Worten Möbel und Art - Kunst. Herford ist ein Zentrum der Möbelindustrie. Die Ausstellungen kombinieren in der Regel Möbel mit Kunst. Der Bau des Architekten Frank Gehry hat in dieser Stadt viel in Bewegung gesetzt. Seine formale Dynamik, wie ein sich bewegendes Transportmittel, setzt den Besucher immer wieder in neue Erlebnisse und Raumerfahrungen. Die Weite unter niedrigen Decken im Eingangsbereich, mit Theke und Café, die aufsteigende Treppe in den Ausstellungsbereich und die dann überraschend aufragende, lichte Kuppel, welche den Blick nach oben zieht. Ein Wechsel der Raumzuschnitte fast bei jedem Schritt. Man spürt die Bewegung und bewegt sich, man glaubt fast, das Stampfen anlaufender Motoren zu hören. Man bewegt sich in einem Schiff auf dem Weg zur Kunst. Herford hat sich aufgemacht, hat sich geöffnet und der Besucher ist unterwegs mit dieser historischen Stadt in eine neue Zeit. Ob sie diesen Kurs behält, durchhält, wird sich zeigen. Die Ausstellung my private heroes eröffnete den Zugang und ist ein Erfolg weit über den Ort und die Region hinaus. | ||
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Foto Boström | ||||
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Frank Gehry, Architekt, Planer und Erbauer des Kunstschiffs | |||||||
Jan Hoet, Initiator, Ausstellungsgestalter und Kapitän. Seine Eröffnungsausstellung: Meine persönlichen Helden. Portrait von Frank Gehry: copyright Thorsten Goedecker, Herford | |||||||
(my private) HEROES Konzept und künstlerische Leitung: Jan Hoet Kuratoren: Véronique Souben, Dr. Michael Kröger Der Held in der Kunst vergangener Zeiten entspricht heute nicht mehr unserer Vorstellung: aus den Ideal-Bildern des Helden haben sich in unserer Zeit die Helden-Bilder vervielfacht. Wir leben in Zeiten vielfach reproduzierbar gewordener Bilder-Helden. Die Frage ist scheinbar einfach: ist der Held in der Kunst Geschichte geworden? Eines scheint sicher zu sein: wir müssen uns heute jeweils selbst ein Bild dessen machen, wen wir uns als Helden vorstellen und wie wir andere als Helden inszenieren. Unser Held ist derjenige, den wir uns konstruieren. Wir sind - nur in seltenen Fällen - Helden, aber wir sehen in den Medien vielfach Darsteller, in denen wir uns auch als Helden erkennen können wollen. | ||
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Alessandro Mendini: Poltrona di Proust, 1978 (copyright Design Museum Gent) MARTa, Möbel und Kunst. Der Persönliche Held verbindet hier beides in anschaulicher Weise, Hinsehen, nicht hinsetzen. | ||||
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Braco Dimitrijevi´c, Passant, den ich zufällig in Herford traf. 2004 Helden des Alltags. Foto Boström | ||||
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Martin Kippenberger: Ohne Titel, 1988 (Privatsammlung Oslo copyright Estate Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne, Foto: Thomas Winterberg)
Joseph Beuys: La rivoluzione siamo Noi, 1970/71 (Privatsammlung Hamburg copyright VG-Bild Kunst, Bonn 2004, Foto: Kurt Paulus) | |||||
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Jens Oekermann schickte der Redaktion des Magazins einen Text über die Eröffnung von Außen. Er hat es nicht geschafft, durch den Andrang nach Innen zu gelangen. Peter Pollmann nun schickte Fotos von Innen. Als Fotograf mit Presseausweis konnte er sich im Inneren durch die Besuchermenge arbeiten. So zeigt sich das Ereignis in Doppelperspektive. Jens Oekermann: "Du könntest zur Eröffnung von MARTa gehen", meinte meine Schwester am Samstagnachmittag nach unserem gemeinsamen Frühstück im Café zu mir. Etwas bedrückt hatte ich festgestellt, nicht zu wissen, was ich am Rest des Wochenendes tun sollte.
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Fotos Peter Pollmann | ||||||||||
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Luciano Fabro: La Palla, Foto Boström | ||