| - Was jedoch einige Models dazu brachte bereits am Donnerstag, nach Presseterminen und Fotoaufnahmen, die Performance abzubrechen war Erschöpfung. "Nicht das lange stehen war die Hölle, sondern die Kälte." Proteste gegen die frostigen Temperaturen haben die eigens engagierte
- Psychologin mit den Worten "Suggerieren Sie es sich warm" quittiert. Langes stehen macht auch hungrig, aber es habe nur "model-Fingerfood" gegeben, kritisierte Beimfohr (eines der Models) den "wenig achtsamen Umgang" mit den Models. Neue Westfälische 14.4.05
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- Wenn Räumlichkeiten existieren die wie geschaffen für ihre Performance sind ist es die riesige, lichte, gläserne Mies van der Rohe Halle. Die Modelle bilden eine amorphe Masse, die von allen Seiten und für jeden sichtbar ist, im Raum oder auf der Terrasse vor den Fenstern der Nationalgalerie. Beziehungen zwischen dem voyeuristischen Publikum und den zur Schau gestellten Frauen sind eingeplant. Hier wirken die Modelle wie Schaufensterpuppen und so sehen sie auch aus. Sie sind ungeschminkt, die Körper glänzen fettig und sie tragen alleine eine durchsichtige Strumpfhose. Auf die sonst so oft verwendeten High Heels hat die Künstlerin diesmal verzichtet.
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- Die Künstlerin behält sich vor die Performance dokumentieren zu lassen. Mit dem Eintritt in die Halle vergibt jeder Zuschauer automatisch sein Recht auf das eigene Bild. Dem Besucher selber ist Fotografieren und Filmen strengstens untersagt. Das hindert viele aber nicht daran es zu probieren. Fotohandys erledigen den Rest. Um dieses Problem zu umgehen habe ich außerhalb des Gebäudes ohne Blitzlicht fotografiert. Vielleicht auch nicht besser aber in der Realität der gelegentlich auftretende Gewissenskonflikt eines Fotografen.
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- Am Ende der Performance bleibt das zweidimensionale Bild und eine Ereignislosigkeit in seiner enervierenden Länge. Die Macht, die von den Frauenkörpern ausgehen soll, wird durch die Tatsache getrübt, das sich im Laufe der Performance immer mehr Models aus Erschöpfung auf die Erde legen. Zudem verstärkt das Aufblitzen von Fotoapparaten eine Voyeuristische Absicht des Publikums. Aufgeschnappte Kommentare reichen dann auch von Vergleichen zu Ingres Das Türkische Bad bis "das ist ein Spiegel der Gesellschaft" und hin zur Frage ob es hier auch Sex für umsonst gibt.
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- Der Anblick von nackten Frauen in durchsichtigen Strumpfhosen, mit Naht, hat auf mich etwas Trostloses. Die vom Publikum umzingelten Frauen sind durch einen Sicherheitsabstand vom Publikum getrennt. Das Personal überprüft die Einhaltung der Regeln. Obwohl die Frauen in ihrer Aufmachung und Anhäufung selbstbewusst und unberührbar wirken, sieht man einigen die Anstrengungen des langen Stehens an. Den müden auf dem Boden liegenden Frauen hätte man gerne etwas zum anziehen geholt. Das Gefühl sie zu beobachten erzeugt Unbehagen. Mit der Zeit habe ich mir lieber die Schauenden als die Angeschauten angesehen.
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- http://www.freunde-der-nationalgalerie.de/beecroft
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