| Anmerkung zur Realisierung dieses Fotoprojekts Bei der Entstehung dieser Bilder ist für mich der interessanteste Aspekt, daß jedes Bild zunächst in meiner Vorstellung entsteht, erst nach Abschluß der Belichtung werden diese Bilder auf dem Film sichtbar. In der Realität gibt es sie nie, die Fotografie ist somit kein Abbild des real gesehenen, sondern direkter Ausdruck meiner Vorstellungswelt. Die Umsetzung erfolgt in einem mühseligen Belichtungsverfahren, daß man mit Lichtmalerei beschreiben könnte. Die Belichtung jedes Bildes dauert zwischen 15 - 50 min, bedingt durch die unterschiedlich künstliche partielle Belichtung. Durch die lange Belichtungszeit ist dann auch das restliche Tageslicht auf den Fotos wesentlich stärker und heller, als es zur Zeit der Aufnahme tatsächlich war. Die Schwierigkeit liegt darin, daß ich während der Aufnahme etwas ganz anderes sehe, als das Bild, das ich später erhalten will. Ich muß mir das entgültige Bild und die Wirkung vorstellen, überlegen, welche Partien der Landschaft ich durch die Beleuchtung hervorheben will, wieviel Zeit ich dafür benötige und versuchen das passende Restlicht - und Kunstlichtverhältnis zu ermitteln. Das Bild, daß ich im Kopf entwickele, muß ich später bei Dunkelheit versuchen wiederzugeben, ohne Partien zu vergessen. Eine weitere Schwierigkeit: meine Lichtquelle darf natürlich nie direkt in die Kamera scheinen, das Verhältnis zwischen den näher -und fernergelegen Partien muß in der Beleuchtungsdauer angepaßt werden und natürlich darf ich mich nie lange an einem Punkt innerhalb des Bildes aufhalten, da ich sonst ebenfalls Spuren auf dem Film hinterlassen würde. | |