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| Ausgabe 25 - 1.7.2004
Anmerkung Reisen bildet. Meint Hartmut Barth-Engelbart,
von dessen literarisch-politischem Einsatz wir immer Neues erfahren. Reisen
im Netz bildet auch. Besonders in der Verbindung von Text und Bild Lesen,
von Schreiben und Bilder Machen. Auch das Betrachten von Bildern, so die
immer wieder attraktive Madame Réalité in ihrem Freiburger
Auftritt. Aber Wozu? Kunst entbehrt völlig des Zweckes, meint Oscar
Wilde. Das Kunstnetz sicher auch. Die einzige Entschuldigung, dass jemand
etwas Zweckloses macht, ist die, dass er es unendlich bewundert. Auch dies
sagt Oscar Wilde. Unendlich? Wir können es nicht lassen. Unnütze
Gedanken von Anton Weidinger werden weiter vorgetragen. Er stellt dazu
die Sängerin Yma Sumac. Annette Bültmann horcht dem Flug und
den Signalen von Fledertieren hinterher und erfindet sie neu. Jörg
Boström hat eingeladen ins Offene Atelier zur 750 Jahrfeier seines
Mecklenburger Dorfes Lansen. Zwecklose Kunst. Viele Menschen kamen und
blieben. Er musste beim Lesen des SPIEGEL widersprechen, als Martin Walser
über die Folter im Irak schrieb und das Fotografieren dabei besonders
hart bestraft wissen wollte. Das gerade war in diesem schrecklichen Fall
nicht zwecklos. Ich bin ein Huhn, behauptet Frank Bauer, und man glaubt
ihm, wenn man die Gedanken von Joseph Beuys aus seinem Munde hört
und die alles verbindenden Kunst und Musikaufführungen in Schloss
Wrodow erlebt.
Die VM-2000-Redaktion
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