| - Seit ihrer Gründung vor fast dreißig Jahren wahren die Mitglieder dieser bizarren Band aus San Francisco erfolgreich ihre Anonymität. Und sind zu einem Mythos der Popmusik geworden, der sie auch an diesem Abend umweht. Das Programm besteht aus Musik und Video-Animationen ihrer gesamten Laufbahn. Vieles Bekannte und Unbekannte taucht darin auf, darunter Titel ihres Commercial Albums sowie Stücke des britischen Duos "Renaldo & The Loaf". Als ihr bekanntester Hit "This is a Man's Man's World" anklingt, erfolgt sogleich Applaus.
-
- Vieles ihrer Musik ist jedoch fast nicht wieder zu erkennen. Und auch nicht besser. Es kommt leider kaum an die Wirkung heran, wie man sie von ihren CDs kennt, in ihrer grotesken Perfektion und Sterilität, von der dieser Sound seine besondere Wirkung bezieht. Seit The Residents mehr mit Videos arbeiten hat ihre Musik auch um einiges an Einfallsreichtum verloren.
-
- So ist die Nähe zu diesem Mythos wohl eher das, was die Faszination der meisten Besucher ausmacht, die seltsam gebannt auf die Bühne starren und sich dabei kaum bewegen. Außer einzelner Fans direkt am Bühnenrand, die merkwürdig ausrasten. Offensichtlich auch ein Sound, um Psychosen auszuleben.
-
- Um etwas am Mythos zu kratzen: Nach dem, was man vom Sänger trotz Maskierung sehen konnte (Kinn, Haare, Statur, Bauch), scheint es vermutlich Blaine L. Reininger von "Tuxedomoon" zu sein.
| |